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Effi­zi­en­te Bereg­nung im Klimawandel

Bereg­nung sichert Erträge

Tat­sa­che ist, dass Extrem-Wet­ter­ereig­nis­se zuneh­men. Auf lange Tro­cken­pha­sen folgen enorme Nie­der­schlags­men­gen, die Böden und Pflan­zen nicht auf­neh­men können. Die ver­gan­ge­nen Hit­ze­s­om­mer haben gezeigt, dass Bewäs­se­rung eine wich­ti­ge Maß­nah­me dar­stellt, um den Ertrag zu sichern. Es ist unbe­strit­ten: Mit der Kli­ma­ver­än­de­rung wird die Bedeu­tung der Bereg­nung künftig noch zuneh­men. Auch wir bei Bauer spüren eine wesent­lich höhere Nach­fra­ge und ein wach­sen­des Bewusst­sein unserer Kunden für den Bedarf an Beregnungstechnik.

Viel­fäl­ti­ge Gründe für Beregnung

Gerade in Zeiten des Kli­ma­wan­dels ist Bereg­nung also über­haupt die Basis, um die Ver­sor­gung mit Nah­rungs­mit­teln sicher zu stellen. Daneben geben Land­wir­te unter­schied­li­che Gründe für die Anschaf­fung einer Bereg­nungs­ma­schi­ne an. So kommt Bewäs­se­rung natür­lich auch überall dort zum Einsatz, wo auf­grund von Flä­chen­knapp­heit die Pro­duk­ti­vi­tät erhöht werden muss. Oder in Zonen, die sehr ungüns­ti­ge natür­li­che Bedin­gun­gen vor­fin­den. Aber auch die Stei­ge­rung der Qua­li­tät ist ein wich­ti­ger Faktor für eine Inves­ti­ti­on in Bereg­nungs­sys­te­me. Was­ser­man­gel bedeu­tet Stress für die Pflanze, was sich natür­lich auch im Stärke‑, Zucker,- oder Ener­gie­ge­halt der ein­zel­nen Feld­früch­te widerspiegelt.

Bauer Beregnung Pivot Kartoffel

Die rich­ti­ge Dosis zum rich­ti­gen Zeit­punkt in der rich­ti­gen Wachstumsphase 

Ent­schei­dend für eine effi­zi­en­te Bereg­nung und somit für eine gute Ernte ist, dass die Pflanze zum rich­ti­gen Zeit­punkt, in der rich­ti­gen Dosis und der rich­ti­gen Wachs­tums­pha­se mit Wasser ver­sorgt wird. Bedarfs­ge­rech­te Bewäs­se­rung ist aus­schlag­ge­bend für eine opti­ma­le Ernte und dafür, dass sich der Einsatz von Saatgut, Dün­ge­mit­teln und Energie auch wirk­lich aus­zah­len. Im eigent­lich regen­rei­chen England ist es bei­spiels­wei­se uner­läss­lich, Kar­tof­fel­fel­der zu bewäs­sern. Denn genau im Früh­jahr, wenn die Kar­tof­feln ankei­men müssen, regnet es in England relativ wenig. Und wenn hier dieser Pflanze nicht aus­rei­chend Wasser zuge­führt wird, ist schon vor­be­stimmt, dass es nur zu sehr kleinen Erträ­gen kommen wird. Aber nicht nur Kar­tof­feln, auch Feld­ge­mü­se und Rüben zählen zu den Haupt­kul­tu­ren, die ohne Bereg­nung nicht zufrie­den­stel­lend gedei­hen. Zugleich beob­ach­ten wir, dass auch Brau­gers­te oder Mais immer häu­fi­ger eine Zusatz­be­reg­nung benötigen.

 Tech­ni­sche Trends

Wasser ist ein kost­ba­res Gut und nur in begrenz­ter Menge ver­füg­bar. Umso wich­ti­ger ist es, nur die exakte benö­tig­te Dosis zu ver­sprü­hen. Ganz wichtig bei einem moder­nen Bereg­nungs­ma­nage­ment ist daher die Berück­sich­ti­gung von aktu­el­len Kli­ma­da­ten, wie Boden­feuch­te, Tem­pe­ra­tur, Luft­feuch­tig­keit, sowie Boden­be­schaf­fen­heit, um den not­wen­di­gen Was­ser­be­darf der Kultur zu errech­nen und zu ver­ab­rei­chen. Dabei leistet eine zuver­läs­si­ge, exakte Bereg­nungs­steue­rung wert­vol­le Dienste, am besten so auto­ma­ti­siert wie möglich. Und genau in diese Rich­tung ent­wi­ckelt sich die moderne Bereg­nungs­tech­nik: Exakte Steue­rung, Moni­to­ring, Ein­satz­pla­nung, Auto­ma­ti­sie­rung und Smart Irri­ga­ti­on sind für viele Land­wir­te unverzichtbar.

 Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Kosten

Je effi­zi­en­ter der Umgang mit Wasser, umso gerin­ger ist der Einsatz von Energie. Ener­gie­ef­fi­zi­enz zusam­men mit Per­so­nal­ein­satz ist auch bei der Anwen­dung von unter­schied­li­chen Bereg­nungs­sys­te­men ein wich­ti­ger Kostenfaktor.

Die rich­ti­ge Bereg­nung für den Betrieb

Welche Form der mecha­ni­schen Bereg­nung auch gewählt wird, die Ver­teil­ge­nau­ig­keit ent­schei­det wesent­lich über den Erfolg. Ein bewähr­tes, welt­weit ein­ge­setz­tes, mecha­ni­sches Bereg­nungs­sys­tem ist die soge­nann­te Trom­mel­ma­schi­ne. Der große Vorteil dieses Systems liegt darin, dass es fle­xi­bel ein­setz­bar ist und einfach von einem Feld auf das nächste über­stellt werden kann. Wesent­lich für einen effi­zi­en­ten Einsatz der Trom­mel­ma­schi­ne ist die Bei­be­hal­tung einer gleich­mä­ßi­gen Ein­zugs­ge­schwin­dig­keit, um eine kon­stan­te und genaue Regen­ga­be über die gesamte Feld­län­ge zu gewähr­leis­ten. Die opti­ma­le Geschwin­dig­keit, die sich aus spe­zi­el­len Leis­tungs­ta­bel­len ermit­teln lässt, kann mit einem Bereg­nungs­com­pu­ter punkt­ge­nau ein­ge­stellt und über den ganzen Bereg­nungs­be­trieb auf­recht­erhal­ten werden. Die moder­nen Geräte sind absolut präzise und damit auch was­ser­spa­rend. Mittels spe­zi­el­len Appli­ka­tio­nen, wie der GPS-unter­stütz­ten App „Smar­tRain“ von Bauer hat man mitt­ler­wei­le auch die Mög­lich­keit, die Bereg­nungs­ma­schi­ne zu über­wa­chen und bedingt sogar zu steuern. Dadurch erspart man sich in wei­te­rer Folge Arbeits­zeit und natür­lich auch Fahrt­zei­ten zu den Maschi­nen, womit wir auch schon bei den Nach­tei­len dieses Systems sind: Auf­grund des erhöh­ten Arbeits­auf­wan­des und Ener­gie­ein­sat­zes im Ver­gleich zu anderen Metho­den, ist es ver­gleichs­wei­se teuer im Betrieb.

Bauer Beregnung Ankeimphase_Pivot_Brasilien

Trend zu Niederdrucksystemen

Aus diesem Grund geht der Trend in der Bereg­nung immer mehr in die Rich­tung von Nie­der­druck­sys­te­men, die kaum Arbeits­auf­wand erfordern.

War es beim soge­nann­ten Pivot lange Zeit ein Problem, dass die Ecken von Feldern nur sehr schwer aus­ge­reg­net werden konnten, so hat man mitt­ler­wei­le mit GPS oder unter­grund­ge­steu­er­ten Corner-Armen eine gute Lösung gefun­den. Bisher unpro­duk­ti­ve Flächen können erschlos­sen und eine opti­ma­le Flä­chen­aus­nut­zung erreicht werden.

Durch die Wei­ter­ent­wick­lung von Pivot-Sys­te­men zu Linear- und soge­nann­ten Cen­ter­li­ner Sys­te­men findet sich mitt­ler­wei­le für jede Flä­chen­form die per­fek­te Lösung.

Die Ver­teil­ge­nau­ig­keit bei all diesen Anlagen ist durch die Ver­wen­dung von Nie­der­druck – Sprüh­dü­sen sehr hoch und der große Vorteil liegt vor allem in deren Ener­gie­ef­fi­zi­enz. Die meisten Sprüh­dü­sen arbei­ten heut­zu­ta­ge schon mit einem Anschluss­druck von ca. 0,8 bar und sind damit natür­lich anderen System in Bezug auf den Ener­gie­ver­brauch weit überlegen.

Aller­dings geht man bei diesen Maschi­nen­ty­pen mitt­ler­wei­le sogar noch einen Schritt weiter und ver­wen­det Tech­ni­ken, die es erlau­ben, ein­zel­ne Düsen jeder Maschi­ne indi­vi­du­ell ein- bzw. aus­zu­schal­ten. VRI (Varia­ble Rate Irri­ga­ti­on) oder über­setzt Prä­zi­si­ons­be­reg­nung hält in immer mehr Ländern Einzug. Mit diesem System kann die Was­ser­ga­be ganz indi­vi­du­ell an die ent­spre­chen­de Boden­art, Pflan­zen­art und die Wachs­tums­sta­di­en ver­schie­de­ner Pflan­zen ange­passt werden. Damit lässt sich zum einen die Was­ser­ver­tei­lung opti­mie­ren, und zum anderen ergibt sich auch die Mög­lich­keit, eine sehr präzise Pflan­zen­dün­gung mit­hil­fe von Bereg­nungs­sys­te­men zu errei­chen. Das Ergeb­nis ist eine perfekt auf die Kultur abge­stimm­te Regen­ga­be und damit ein öko­no­misch opti­mier­ter und ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit der kost­ba­ren Res­sour­ce Wasser.

Pivot- und Line­ar­sys­te­me über­zeu­gen durch einen hohen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad und redu­zier­ten Betriebs­kos­ten, da sie mit gerin­ge­ren Anschluss­drü­cken aus­kom­men. Aller­dings sind diese Systeme erst ab einer gewis­sen Feld­grö­ße öko­no­misch. Auch gilt es zu berück­sich­ti­gen, dass fix instal­lier­te Anlagen auf­grund der Frucht­fol­ge und dem daraus resul­tie­ren­den Anbau von wenig bereg­nungs­wür­di­gen Kul­tu­ren nicht jedes Jahr in vollem Umfang aus­ge­nützt und ein­ge­setzt werden können.

BAUER beschäf­tigt sich schon seit Jahr­zehn­ten mit diesen und anderen bereg­nungs­tech­ni­schen Pro­blem­stel­lun­gen und inves­tiert inten­siv in die Ent­wick­lung von ener­gie­ef­fi­zi­en­ten und damit was­ser­spa­ren­den Steue­rungs­tech­ni­ken. Für eine grüne Welt und eine lebens­wer­te Zukunft.